Aus beschaulicher Idylle wird brutale Realität – Luftaufnahmen zeigen Ausmaße auf der Maaraue

Hochwasser 2013 in Kostheim aus der Luft - 04.06.13

www.bildagentur-rath.de

Das Hochwasser an Rhein und Main hat sich gerade erst zurückgezogen. Viele Bürger nutzten die schönen Tage, an denen das Wasser seine Höchststände hatte, sich einmal das schadenbringende Naturschauspiel am Kostheimer Uferbereich aus der Nähe anzuschauen. Was von unten zum Teil idyllisch aussehen kann, wirkt beängstigender, wenn man einmal den Blickwinkel ändert. Durch die Luftbilder des Luftbildfotografen Alfons Rath, lässt sich das gesamte Ausmaß der Überschwemmungen auf der Maaraue aus einer anderen Perspektive überblicken. Viele trockene Stellen dürfte es nicht mehr gegeben haben. Gerade noch verschont, wie auf den Bildern sehr gut zu erkennen ist, wurden die großen Schwimmbecken des Freibades sowie dessen Gebäudekomplex. Nicht auszudenken, wenn tatsächlich die prognostizierten Wasserstände von 7,40 m am Pegel Mainz eingetroffen wären – noch einmal 60 cm auf den Höchststand oben drauf.

Hochwasser 2013 in Kostheim aus der Luft - 04.06.13 Welche Kräfte die Wassermassen entwickeln können, zeigt ein Bild von der Grillhütte auf der Maaraue. Hier wurde ein schwerer Baumstumpf durch die Strömung perfekt in den Eingang der Hütte gespült und verkeilt.

Bei all diesen Dingen, bleibt seitens der Feuerwehr stets zu erwähnen, dass Hochwasser immer eine nicht zu unterschätzende Gefahr darstellt.

Hochwasser 2013 in Kostheim aus der Luft - 04.06.13

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Im direkten Uferbereich, dort wo die ersten Zentimeter von Straßen, Wiesen oder Wegen überflutet werden, scheint alles noch Idyllisch. Doch schon wenige Meter weiter lauern Löcher, Senken oder Stolperstellen. Auch die Strömung darf hierbei nicht außer Acht gelassen werden. So kann sich einfaches Stolpern schnell zu einer lebensgefährlichen Situation entwickeln. Was niedrig aussieht, kann auf einmal deutlich tiefer werden. So ist es auch unverständlich, wieso mit PKW´s in mit Schildern abgesperrte Hochwasserbereiche gefahren wird. Aber nicht nur für die Uferbereiche Innerorts trifft dies zu, auch Deiche sollten während der Flutphase für Spaziergänger tabu sein.

Dieses Hochwasser ging vergleichsweise glimpflich an uns vorüber. Doch wer die Bilder von Bayern oder Ostdeutschland gesehen hat, weis, wie schrecklich sich eine Anfangs überschaubare Hochwasserwelle entwickeln kann.

Die Feuerwehr Kostheim möchte sich recht herzlich bei dem Luftbildfotograf Alfons Rath (www.bildagentur-rath.de) für die zur Verfügung Stellung der interessanten Bilder bedanken. Nur so kann das vermeintlich harmlose Naturschauspiel einmal von einer anderen Perspektive betrachtet werden.

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