In diesem Jahr war es wieder so weit. Die Kostheimer Feuerwehr lud erstmals nach ihrem Jubiläum im Jahr 2024 wieder zu einem Tag der offenen Tür ein. Die finales Vorbereitungen waren pünktlich zum offiziellen Start um 10 Uhr abgeschlossen und die ersten Gäste schlenderten über das Festgelände. Das Wetter hatte sich leider in diesem Jahr nicht so makellos gezeigt, wie in den früheren Jahren und somit musste nach einem kräftigen Regenguss gegen 11 Uhr nicht nur Bänke und Tische wieder abgewischt, sondern auch die bereits aufgebaute Hüpfburg des Kreisfeuerwehrverbandes wieder umfangreich trockengelegt werden. Glücklicherweise sollte es dabei bei dem einzigen “feuchten Gruß von oben” bleiben und im Verlauf des Tages wechselten sich sodann Sonne und Wolken am Himmel ab.
Nach dem überstandenen Regen trafen immer mehr Besucher ein und erfreuten sich einem umfangreichen Angebot. Neben der Feuerwehrhüpfburg und einer Ballonkünstlerin für die ganz kleinen Gäste gab es eine Fahrzeugausstellung sowie einen Infostand zu Feuerlöschern an dem man direkt auch einmal ein kleines Feuer selbst löschen konnte. Am Infostand der Bambinis und Jungendfeuerwehr konnten Interessiere sich über die Arbeit der Nachwuchsabteilungen erkundigen. Bereits ab 6 Jahren können die Kleinen das absolut interessante und abwechslungsreiche Hobby Feuerwehr aktiv erleben.
Das Highlight der diesjährigen Fahrzeugausstellung war ein Löschfahrzeug der besonderen Art. Besucher konnten das ULF – Universallöschfahrzeug – der Werkfeuerwehr InfraServ vor Ort bestaunen. Ein Löschfahrzeug, welches sich alleine schon von den Außenmaßen deutlich von den im Stadtgebiet und auch bei der Freiwilligen Feuerwehr Kostheim üblich eingesetzten Feuerwehrfahrzeugen unterscheidet. Das Löschfahrzeug hat ein Gesamtgewicht von 32 Tonnen und eine Länge von 12 Metern. Neben sehr viel feuerwehrtechnischem Gerät ist ein 5000-Liter Wasser- sowie ein 3000 Liter Schaummitteltank eingebaut. Die Pumpe des Fahrzeuges, welches speziell für den Einsatz im industriellen Umfeld konzipiert ist, hat eine Förderleistung von 10.000 Liter pro Minute. Ein imposantes “rotes Auto”, wo nicht nur die kleinen Gäste mit großen Augen davorstanden.
🚨 61 / 2023 📅 14.08.23 – 🕖 20:16 Uhr 📍 Kommerzianrat-Disch-Brücke 1 📟 H GEFAHR 2 ⚠️ Einsatz mit Gefahrstoff
Am Montagabend kam es im Kostheimer Papierwerk aus noch ungeklärter Ursache zur Zersetzung eines Hilfsstoffes zur Papierproduktion. Eine massive Rauch- und Temperaturentwicklung entstand und durch das Zersetzungsprodukt Schwefeldioxid kam es auch in der angrenzenden Nachbarschaft zu einer Geruchsbelästigung.
Auch die Kostheimer Feuerwehr wurde zu diesem Einsatz hinzualarmiert, der sich bis zum frühen Morgen des Folgetages hinzog.
Während mehrere Trupps unter Atemschutz zur Erkundung und zur Brandbekämpfung eingesetzt wurden, löste die Leitstelle zur Warnung der Bevölkerung das Modulare Warnsystem (MOWAS) aus. Parallel zu den Arbeiten auf dem Werksgelände fanden in den angrenzenden Bereichen Messungen der alarmierten Messfahrzeuge statt. Neben den Messungen im örtlichen Bereich Kostheims, erfolgten im Verlauf des Einsatzes auch Messungen in unmittelbarer Nachbarschaft (Landkreis Groß-Gerau und Stadt Mainz) statt.
Neben einer Vielzahl an Wiesbadener Feuerwehren sowie Rettungseinheiten, wurden zudem auch Unterstützung durch TUIS (Transport-Unfall- und Hilfeleistungssystem) der chemischen Industrie hinzugezogen, wodurch Fachkräfte der Werkfeuerwehr BASF Ludwigshafen nach Kostheim anrückten. Weiterhin war die Werkfeuerwehr InfraServ Wiesbaden vor Ort.
Auf dem Gelände kam zudem die IuK-Gruppe als Unterstützung der Einsatzleitung sowie die Logistikgruppe zur Verpflegung der Einsatzkräfte zum Einsatz. Zeitweise befanden sich etwa 120 Einsatzkräfte an der Einsatzstelle und weitere 60 als Reserve im Bereitstellungsraum, der in unmittelbarer Nähe zum zweiten Revier eingerichtet wurde. Auch weitere Freiwillige Wehren kamen in Kostheim zum Einsatz oder besetzten die verwaisten Feuerwachen, um für Paralleleinsätze einsatzbereit zu sein.
Trotz aller Hygiene- und Vorsorgemaßnahmen wurden 13 Feuerwehrleute verletzt. Nach ihrem Einsatz in der Werkhalle klagten sie über teils schwere Reizungen der Atemwege. 12 Personen wurden zu Kontrolle und Beobachtung in umliegende Kliniken transportiert.
Für die Kostheimer Feuerwehr war der Einsatz nach dem Aufrüsten der Fahrzeuge am frühen Dienstagmorgen, nach fast 12 Stunden, beendet. Die noch laufenden Kühl- und Kontrollmaßnahmen werden nun durch die Werkfeuerwehr mit Unterstützung eines TUIS- Fachberaters ohne die öffentlichen Feuerwehr weitergeführt.
Zum insgesamt dritten Einsatz an diesem Sonntag musste die Feuerwehr Kostheim wie schon am Morgen in das Papierwerk ausrücken. Die ebenfalls alarmierten Kräfte der Werk- und Berufsfeuerwehr wurden schnell fündig und konnten den Entstehungsbrand im Bereich eines Maschinenbereiches schnell löschen. Die Entrauchung des betroffenen Hallenbereiches übernahm die örtliche Werkfeuerwehr und die externen Kräfte rückten nach kurzer Zeit wieder ein.
Am frühen Sonntagmorgen rückte die Kostheimer Feuerwehr zusammen mit dem Löschzug der Berufsfeuerwehr zu einem Einsatz in das örtliche Papierwerk aus. Vor Ort eingetroffen, konnte ein verrauchter Hallenbereich festgestellt werden. Die weitere Erkundung ergab als Ursache für die Versuchung ein technischer Defekt an einem Motor. Zusammen mit der ebenfalls alarmierten Werkfeuerwehr konzentrierten sich die Tätigkeiten der Feuerwehr auf die Entrauchung des betroffenen Bereiches. Nach etwas mehr als einer Stunde konnten die öffentlichen Feuerwehren einrücken und die werkeigene Feuerwehr übernahm die Restarbeiten.
16. Oktober 2022 – 22:00 Uhr Hauptstraße 1 – Fa. Essity
F 2
Einsatz 84 – 2022
Am späten Sonntagabend kam im Kostheimer Papierwerk zu einem Brand in einer zur Papiermaschine angegliederten Staubabsauganlage. Neben der Werkfeuerwehr waren zu Beginn des Einsatzes noch der Löschzug der Berufsfeuerwehr sowie die Feuerwehr Kostheim alarmiert und vor Ort. Durch den baulichen Umfang der Absaugung über mehrere Stockwerke des Produktionsgebäudes, gestalteten sich die Arbeiten als äußerst Zeit- und Materialintensiv. Im weiteren Verlauf des Einsatzes wurden zur personellen Unterstützung noch die Freiwilligen Wehren Kastel und Delkenheim nachgefordert. Auch die Logistikgruppe rückte für die Verpflegung der Einsatzkräfte nach Kostheim aus.
Durch den massiven Feuerwehreinsatz konnte sich der Brand nicht ausbreiten und beschränkte sich ausschließlich auf das geschlossene Rohrsystem welches punktuell geöffnet und umfangreich gekühlt wurde.
In den frühen Morgenstunden übernahm die Werkfeuerwehr die restlichen Arbeiten und die öffentliche Feuerwehr konnte den Einsatz beenden und wieder einrücken.
Folgen Sie uns!