Mit Sandsack und Spundwand – Hochwasserschutzübung an der Kostheimer Mainfront

Hochwasserschutzübung - 10.09.16 width= Bei strahlendem Sonnenschein und sommerlich heißen Temperaturen veranstaltete die Kostheimer Feuerwehr am vergangenen Samstag eine groß angelegte Hochwasserschutzübung. Schon im Vorfeld informierten die Organisatoren die Bevölkerung über mögliche Behinderungen, die durch den Auf- und Abbau der Spundwände sowie den Transport von Sandsäcken auf dem Deich zu erwarten waren.

Zu Beginn der Übungseinheit stand eine kleine theoretische Einführung in das Thema. Es wurden die örtlichen Begebenheiten beleuchtet, Schwachstellen aufgezeigt und Maßnahmen vorgestellt, mit denen im Ernstfall wirksam gearbeitet werden kann.

Hochwasserschutzübung - 10.09.16 width= Der praktische Teil wurde untergliedert in insgesamt drei Ausbildungsstationen. Im Bereich der Rosengasse mussten die Kameraden die hierfür vorgesehene Hochwasserspundwand errichten und sicher verspannen, sodass sie dem möglichen Gegendruck durch das Hochwasser standhält. Durch die Systembauweise, lassen sich die einzelnen aus Aluminium bestehenden Teile verhältnismäßig einfach hantieren und mittels Dichtungen zu einer Schutzwand zusammenbauen.

Hochwasserschutzübung - 10.09.16 width=Bei der wohl anstrengendsten Station des Ausbildungstages galt es, die Tücken eines möglichen Deichschadens zu erkennen und wirksam entgegen zu wirken. Dabei lag das Augenmerk nicht nur darin, genügend Sandsäcke auszulegen, auch die nötige Technik, Sandsäcke über eine größere Strecke mittels einer Personenkette weiter zu geben, wurde geübt. In den wenigsten Fällen besteht bei Hochwasser die Möglichkeit, die benötigten Säcke bis direkt an die Schadstelle zu fahren. Bei der Überwindung der letzten Strecke ist somit die richtige Weitergabe des Sandsackes – mit einer möglichst geringen Belastung – von enormer Bedeutung. Sollte es zu einem Schaden des Deiches gekommen sein, kommen schnell mehrere tausend Sandsäcke zusammen, die für die Stabilisierung oder Reparatur verbaut werden müssen.

Bei der letzten Ausbildungsstation ging es dann auf das Wasser. Mit dem eigenen Feuerwehrboot befuhr man den zuständigen Einsatzabschnitt und konnte von der Wasserseite aus auf die möglichen Gefahren sowie neuralgische Punkte in Bezug auf eine Hochwassersituation hingewiesen werden.

Nachdem alle Gruppen die einzelnen Stationen durchlaufen hatten, versammelte man sich zu einem gemeinsamen Abschluss wieder im Feuerwehrgerätehaus. Mit einem kleinen Imbiss und kalten Getränken ließ man den schweißtreibenden Übungsdienst ausklingen.

Hochwasserschutzübung - 10.09.16 width= An der Übung nahmen neben der Einsatzabteilung der Kostheimer Wehr die befreundeten Katastrophenschutzzüge Taunusstein und Idstein aus dem benachbarten Rheingau-Taunus-Kreis sowie eine aus vier Mann bestehende Abordnung des Kreisverbindungskommandos der Bundeswehr teil. In Bezug auf den enormen logistischen Einsatz stellte die Berufsfeuerwehr Wiesbaden neben den Sandsäcken, Spundwänden und Großtransportfahrzeugen auch einen gerade erst in Wiesbaden eingetroffenen Teleskopstapler – samt dem kurzfristig unterwiesenen Fahrer – zur Verfügung.

Die Feuerwehr Kostheim möchte sich in diesem Zusammenhang nochmals für das Verständnis der Bürger aufgrund der aufgetretenen Behinderungen bedanken.

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