Wiesbaden wird teilweise überflutet – unglaubliche Szenen

Einsatz-Logo11. Juli 2014 – 16:02 Uhr
Stadtgebiet
FF-Einheit
Einsätze 64 bis 71 – 2014

Unwettereinsatz 11.07.14 Was sich in der Landeshauptstadt Wiesbaden am Freitagnachmittag abspielte war in der Form noch die dagewesen. Das nunmehr dritte große Unwetter innerhalb weniger Tage zog über die vorwiegend östlichen Stadtteile und sollte das bisher schlimmste sein. Gegen 16 Uhr liefen die ersten Notrufe in der Leitstelle ein und lieferten wahre Horrorszenarien. Durch erhebliche Regenmengen meldeten die Orte Auringen, Sonnenberg, Naurod und Rambach Land unter. Aus den örtlichen Bächen wurden binnen kürzester Zeit reißende Flüsse. Es wurde umgehend Vollalarm für die Feuerwehren und THW in Wiesbaden ausgelöst.

Unwettereinsatz 11.07.14 Was zu diesem Zeitpunkt noch keiner Ahnen konnte – auch Teile der Innenstadt werden noch regelrecht volllaufen. Dies geschah über den beschaulichen Salzbach, der normalerweise seelenruhig durch den Kurpark plätschert. Durch die Zuflüsse aus dem Goldsteintal und des Rambachss wälzte eine regelrechte Wasserwand in Richtung Kurhaus. Dort konnte das Wasser nicht mehr kontrolliert ablaufen und es schoss über die Straßen in die Innenstadt. Das Kurhaus, die Tiefgarage am Bowling Green, das Spielcasino und Teile des Staatstheaters waren zuerst betroffen. Kurze Zeit später wurde auch von der Paulinenstraße, der Saalgasse, An den Quellen und der Spiegelgasse Land unter gemeldet. Während die östlichen Vororte primär von den Wiesbadner Freiwilligen Feuerwehren angefahren wurden, wurde für die Innenstadt massive Verstärkung aus dem Umland angefordert. Aus den Kreisen Main-Taunus, Rheingautaunus, Mainz und Frankfurt rückten Einheiten an, um der Lage Herr zu werden. Auch die Werkfeuerwehr InfraServ wurde angefordert.

Insgesamt wurden vier Technische Einsatzleitungen installiert, die für die Koordination der Einsatzstellen zuständig waren. Erst weit nach Mitternacht konnten die externen Kräfte aus dem Einsatzgeschehen herausgelöst werden. Insgesamt zogen sich die Arbeiten bis weit in den Samstag hinein.

Unwettereinsatz 11.07.14

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Die Feuerwehr Kostheim war insgesamt 14 Stunden im Einsatz. Das LF10 besetzte bis kurz vor 2 Uhr in der Nacht mit einer Gruppe die verwaiste Feuerwache 2 und musste zwischendrin lediglich zu einer Ölspur in Kostheim ausrücken. Danach fuhr es Auslösung externer Feuerwehren zur Unterstützung an das Kurhaus.

Unwettereinsatz 11.07.14

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Das zweite Gespann, bestehend aus LF16 –TS und MTF wurde zuerst in Auringen tätig und pumpe dort mehrere Keller mittels I-Saugern und Tauchpumpe aus. Danach mussten diverse Einsatzstellen in der Innenstadt angefahren werden. Auch hier kamen die Wassersauger zum Einsatz.

Für die Kostheimer Wehr stehen nun insgesamt knapp 26 Einsatzstunden aufgrund diverser Unwetter zu Buche. Hinzukommen noch mehrere Stunden, die es benötigte, nach jeder Einsatznacht die Gerätschaften wieder auf Vordermann zu bringen.

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