Abschlussbericht des Hochwassereinsatzes Juni 2013

Deichwache Juni 2013 - Tag 5 - 06.06.13 Ein Hochwasser in dieser Jahreszeit ist für die Rhein- und Mainanlieger absolut neu. Lang anhaltende Regenfälle im Süden Deutschlands Ende Mai ließ alle Flüsse anschwellen. Glücklicher Weise wurden die zu Beginn prognistizierten Höchstwasserstände nicht erreicht. Dennoch wurde die Kostheimer Feuerwehr am Sonntag, den 02. Juni um 20:56 Uhr zur durch das RP Darmstadt angeordenten Deichwache alarmiert. Wie schon vor 2 Jahren – im Januar 2011 – wurden Pläne zur Deich- und Spundwandkontrolle erstellt. Aus Erfahrungen des letzten Einsatzes, konnte man gleich zu Beginn auf einen für die Kameraden erträglichen Kontrollturnus von 8 Stunden gehen. Neben den üblichen Deichläufen, wurden bei jedem Kontrolleinsatz auch die Uferbereiche sowie die kurz zuvor erstellten Spundwände kontrolliert.

Deichwache Juni 2013 - Tag 3 - 04.06.13 Erleichterung erhielten die Kostheimer Einsatzkräfte in Form eines besonderen Einsatzfahrzeuges, dass von der Berufsfeuerwehr Wiesbaden vorgehalten wird – dem ATV (All Terrain Vehicle). So konnte der Bereich der Deiche – die schon am zweiten Tag nicht mehr mit den üblichen Einsatzfahrzeugen nicht mehr erreichbar waren – befahren werden. Viele Kilometer Laufarbeit wurde den Kameraden somit erspart. Auch konnte der benötigte Zeitaufwand durch die Motorisierung von knapp über 2 Stunden – die im Januar 2011 für einen Rundgang benötigt wurden – auf etwa eine Stunde reduziert werden.

Dennoch wurden von Beginn des Einsatzes, bis zu seinem Ende 6 Tage später, eine erhebliche Anzahl von Einsatzstunden abgeleistet. Durch die Deichläufe, das Abpumpen von Sickerwasser in der Rosengasse und den Lagebesprechnungen, mussten etwa 165 Stunden aufgebracht werden.

Am Samstagmorgen – 08.06.13 – fand eine abschließende Kontrollfahrt mit dem diensthabenden ELD statt. Die Zufahrten auf den Kostheimer Deich waren wieder befahrbar und das Wasser zog sich von den Hochwasserschutzwänden zurück. Zwar befinden sich noch große Wasserflächen im Deichbereich, von denen kann aber keine Gefahr mehr ausgehen.

Bezüglich der Unterstützung der Hochwassergebiete im Osten Deutschlands – zu der sich auch vier Aktive der Kostheimer Wehr spontan zur Verfügung stellten –  muss man weiterhin abwarten. Da in Wiesbaden selbst noch eine Hochwasserlage herrschte, wurde die Stadt vom Innenminister noch nicht aktiv zur Unterstützung angefordert. Da aber auch in den kommenden Tagen die Lage in den betroffenen Gebieten angepannt bleiben soll, muss abgewartet werden, ob aus Wiesabden auch Kräfte entsand werden.

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