
🚨 68 / 2026
📅 05.08.26 – 🕖 20:36 Uhr
📍 Bad Schwalbach / Schlangenbad (Rheingau-Taunus-Kreis)
📟 F WALD 2
⚠️ Anforderung Überörtliche Hilfe bei Waldbrand
Aufgrund mehrerer Großeinsatzstellen im Rheingau-Taunus-Kreis, die teils den Tag über schon sehr personalintensiv waren, ereilte die Feuerwehr Wiesbaden am Mittwochabend eine Anforderung aus dem Landkreis zur nachbarschaftlichen Hilfe. Um speziell bei den Waldbränden im Bereich Bad Schwalbach/Schlangenbad sowie Fischbach die ausgelaugten Einsatzkräfte herauszulösen alarmierte die Leitstelle die vier in Wiesbaden vorkonzeptionierten Katastrophenschutz-Löschzüge und sorgte dafür, dass sich kurz darauf rund um das Gelände der Feuerwache 2 insgesamt über 100 Einsatzkräfte, verteilt auf 18 Einsatzfahrzeugen, sammelten.
Die vier Löschzüge, die allesamt durch Mensch und Gerät vom Ehrenamt – somit Freiwilligen Feuerwehren gestellt wurden, konnten gemäß des Einsatzkonzeptes zusammengestellt und in Abmarschbereitschaft versetzt werden. Angeführt wurde der Verband, der geschlossen in den Nachbarlandkreis ausrückte, durch einen ELW samt Führungstrupp der Berufsfeuerwehr sowie der Stadtbrandinspektion.

Anderthalbstunden nach Alarmierung trafen die Wiesbadener Kräfte im Bereitstellungsraum auf dem Parkplatz eines Vergnügungsparks in Schlangenbad ein. Nach Einweisung der Zugführer in die Einsatzlage erfolgte die Zuteilung der Löschzüge in die jeweiligen Einsatzabschnitte. Während ein Löschzug dem Waldbrand in Fischbach zugeteilt wurde, kamen die verbliebenen Einheiten direkt bei dem Waldbrand im Bereich Hettenhain zum Einsatz.

Neben den Einsatzkräften, die direkt an den jeweiligen Brandstellen eingesetzt waren, unterstützten die hauptamtlichen Einsatzbeamten zusammen mit der Stadtbrandinspektion den der Nacht diensthabenden Einsatzleiter in der technischen Einsatzleitung. Um auch in der Einsatzleitung nach Möglichkeit den Großteil der bisher eingesetzten Kräfte aus dem Kreis eine verdiente Pause zu ermöglichen, unterstützen zwei weitere Einsatzbeamte der Berufsfeuerwehr ebenfalls die Arbeit der Technischen Einsatzleitung.
Da die Fortsetzung des Einsatzes am nächsten Werktages schon sicher feststand, konnten nach und nach die kreiseigenen Kräfte abrücken und sich für den nächsten Tag auszuruhen.
Die Hauptaufgabe der Mannschaften vor Ort in den Wäldern bestand darin, die Ausbreitung der Feuerlinien zu verhindern bzw. die Randbereiche der Brandstellen weiter nach Glutnestern zu kontrollieren. Durch die intensive Brandbeaufschlagung und die damit einhergehende Gefahr von umknickenden Bäumen bei schlechter Sicht sowie schwierigem Gelände in der Nacht, stand nicht ein abschließendes Löschen der Brände im Vordergrund. Dies sollte erst wieder bei Tageslicht und ausreichender Sicht in Angriff genommen werden.


Ab 8 Uhr in der früh, übernahmen sukzessive wieder die ausgeruhten und frisch alarmierten Kräfte des Kreises die Einsatzstelle. Nachdem die Wiesbadener Kameraden aus der Einsatzleitung abgelöst waren, konnten nach und nach auch die eingesetzten Löschzüge aus Wiesbaden aus den jeweiligen Einsatzabschnitten herausgelöst werden. Sie versammelten sich erneut auf dem Bereitstellungsplatz, wo die Gelegenheit bestand, sich nach getaner Arbeit ausreichend zu verpflegen.
Bevor es nach 10 Uhr für die Einheiten wieder nach Hause ins Heimatstadtgebiet ging, bedankten sich die Bürgermeisterin von Bad Schwalbach, Angela Strabone, Bürgermeister von Schlangenbad, Marco Eyring, sowie der Kreisbrandinspektor Christian Rossel bei den Wiesbadener Einsatzkräften für deren schnelle und professionelle Unterstützung in einer außergewöhnlichen Einsatzlage. Nur durch die überörtliche Hilfe konnten die kreiseigenen Einsatzkräfte größtenteils für eine zumindest kleine Mütze Schlaf und Erholung aus dem Einsatz herausgelöst werden.
Die Kostheimer Feuerwehr, die mit einem Löschfahrzug dem 3. KatS-Löschzug Wiesbaden zugeteilt und eingesetzt war, konnte gegen 12:30 Uhr – 16 Stunden nach Alarmierung – einen zum Glück nicht alltäglichen Einsatz beenden.



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