🚨 66 + 67 / 2026
📅 03.08.26 – 🕖 16:42 Uhr

📍 Rheinufer
📟 F WALD 1 / F 1
⚠️ Vegetationsbrand

Am Montagnachmittag kam es zu einem größeren Vegetationsbrand im Bereich zwischen dem Linde-Neubaugebiet und dem Bahnhof Kastel zu dem auch die Kostheimer Feuerwehr alarmiert wurde. Schon auf der Anfahrt war eine starke Rauchentwicklung zu erkennen und bedingt durch den Verdacht auf zwei unterschiedliche Einsatzstellen, wurde initial das erste Löschfahrzeug aus Kostheim kurz nach dem Ausrücken ins nördliche Neubaugebiet des ehemaligen Lindeareals umgeleitet.

Dort angekommen stellte sich jedoch im Rahmen der Erkundung durch den Einheitsführer heraus, dass es sich um den gleichen Brand handelte. Meterhohe Flammen fraßen sich langsam aber stetig durch das trockene Gestrüpp sodass man letztendlich die Brandbekämpfung von zwei Seiten aus startete. Während die Kameraden der FF Kastel sowie der Berufsfeuerwehr aus Richtung des Kasteler Bahnhofes aufbauten, konzentrierten sich die Kostheimer auf die Brandbekämpfung an der südlichen Flanke.

Hierzu musste zuerst eine über 200 Meter lange Schlauchleitung mit einzelnen Schläuchen aufgebaut werden, bevor man den Löschangriff starten konnten. Mittlerweile waren auch die restlichen Fahrzeuge der Kostheimer Wehr eingetroffen und man musste zusätzlich die Wasserversorgung mit einer weiteren B-Leitung zum nächsten Hydranten – der sich erst im erschlossenen Bereich des Neubaugebiets befand – aufbauen.

Trotz des bei extrem hohen Temperaturen kräftezehrenden Einsatzes, konnte die Ausbreitung aufgrund der gut koordinierten Löschmaßnahmen gestoppt und das Feuer grob gelöscht werden. Die vorsorglich noch als Verstärkung alarmierte Wehr aus Biebrich musste nicht mehr unterstützend tätig werden und konnte kurz nach Erreichen der Einsatzstelle wieder die Rückfahrt antreten.

Bedingt durch die gesicherte Löschwasserversorgung auf beiden Seiten der Brandstelle, konnte bei den Nachlöscharbeiten nicht nur die betroffene Fläche, sondern auch die angrenzenden Bereiche gut gewässert werden.

Nach Abschluss der Nachlöscharbeiten war man gerade dabei wieder zum Aufrüsten der Fahrzeuge abzurücken, als ein ehemaliger Kostheimer Kamerad – der zudem auch Drohnenpilot ist – an der Einsatzstelle vorbei kam. Kurzerhand wurde seine professionelle Drohne startklar gemacht und vorsorglich der Bereich noch einmal mittels Wärmeerkennung überflogen. Tatsächlich konnte hierbei noch sogenannter Hotspot aufgespürt werden und im weiteren Verlauf abgelöscht werden. Dies zeigt, wie gut die Technik heutzutage in der Lage ist, Einsatzkräfte bei dem Abarbeiten von Einsätzen zu unterstützen. In Wiesbaden sind derzeit für die Ersterkundung im Testbetrieb zwei Drohnen im Einsatz, die – auf je einer Feuerwache installiert – im Einsatzfall per Fernpilot zur Vor-Erkundung entsendet werden können. Weiterhin ist die Feuerwehr Wiesbaden derzeit in der Vorbereitung einer eigenen Drohnenstaffel.

Nach über drei Stunden konnte auch die Feuerwehr Kostheim die Einsatzstelle verlassen um auf der Feuerwache 2 das verbrauchte Schlauchmaterial wieder auf den Fahrzeugen neu zu verladen. Insgesamt brannten eine Gesamtfläche von ca. 5000m² Grasfläche, Gehölz und Gestrüpp.