{"id":4163,"date":"2018-01-08T16:05:29","date_gmt":"2018-01-08T15:05:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.feuerwehrkostheim.de\/?p=4163"},"modified":"2018-06-02T14:03:29","modified_gmt":"2018-06-02T13:03:29","slug":"eigentuemer-im-urlaub-fahrzeug-steht-in-ueberfluteter-garage-am-mainufer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.feuerwehrkostheim.de\/?p=4163","title":{"rendered":"Eigent\u00fcmer im Urlaub \u2013 Fahrzeug steht in \u00fcberfluteter Garage am Mainufer"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" title=\"Einsatz-Logo\" src=\"http:\/\/www.feuerwehrkostheim.de\/wp-content\/bilder\/sonstige\/logo_einsatz.jpg\" alt=\"Einsatz-Logo\" width=\"100\" height=\"100\" \/><strong>07. Januar 2018 &#8211; 11:28 Uhr<\/strong><br \/>\n<strong>Hauptstra\u00dfe<\/strong><br \/>\nFF-Einheit<br \/>\nEinsatz 06 \/ 07 &#8211; 2018<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium\" style=\"border: 4px solid #D8D8D8;\" src=\"https:\/\/farm5.staticflickr.com\/4636\/38868755774_bec88a8b64_n.jpg\" width=\"320\" height=\"240\" \/>Einen Einsatz der nicht allt\u00e4glichen Art, hatte die Kostheimer Feuerwehr am Sonntag zu bew\u00e4ltigen. Als sie gegen 11:30 Uhr alarmiert wurden, war f\u00fcr alle noch nicht absehbar, dass sich die Arbeiten den ganzen Tag \u00fcber hinziehen w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Ein Anwohner des Mainufers war urlaubsbedingt noch nicht zu Hause, als das Wasser soweit gestiegen war, dass man den in der Garage abgestellten, hochpreisigen Oberklassewagen noch h\u00e4tte rechtzeitig heraus fahren k\u00f6nnen. Somit war, bedingt durch das immer noch leicht steigende Hochwasser, nicht nur die Umwelt durch die im Fahrzeug enthaltenen Betriebsstoffe gef\u00e4hrdet, sondern auch der hohe Sachwert des PKW.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium\" style=\"border: 4px solid #D8D8D8;\" src=\"https:\/\/farm5.staticflickr.com\/4687\/38868747154_66b3f8ce7f_n.jpg\" width=\"320\" height=\"240\" \/>Weil ein Wegfahren des Fahrzeuges nicht mehr m\u00f6glich war, galt es mittels diverser Hilfsmittel, die Garage insoweit abzusichern, dass man nicht nur das Wasser heraus bekam, sondern auch verhinderte das es erneut einstr\u00f6mte.<\/p>\n<p>Da man uferseitig, durch das bis zu 60 Zentimeter hochstehende Wasser, nicht mit schwerem Ger\u00e4t arbeiten konnte, war man auf eine sprichw\u00f6rtliche Handarbeit angewiesen.<\/p>\n<p><!--more--> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium\" style=\"border: 4px solid #D8D8D8;\" src=\"https:\/\/farm5.staticflickr.com\/4725\/38868751214_463a7091f1_n.jpg\" width=\"240\" height=\"320\" \/> Neben den Kr\u00e4ften der Freiwilligen Feuerwehr war seitens der Berufsfeuerwehr der Einsatzleitdienst, der Ger\u00e4tewagen der Taucher, der mit Sands\u00e4cken best\u00fcckte Fahrschul-LKW sowie ein Wechsellader mit R\u00fcstholz an die Einsatzstelle nach Alt-Kostheim entsandt worden. Erg\u00e4nzend zu den Einheiten der Feuerwehr war noch ein Spezialteam des ADAC vor Ort, mit denen eine zielorientierte Vorgehensweise abgesprochen wurde. Man entschloss sich, zu den Ma\u00dfnahmen der Wasserbeseitigung, auch noch zus\u00e4tzlich das Fahrzeug fachm\u00e4nnisch aufzubocken, um weitere H\u00f6henzentimeter als m\u00f6glichen Spielraum zu gewinnen.<\/p>\n<p>Zu Beginn nahm man an der betroffenen Doppelgarage Ma\u00df und baute einen Rahmen um an diesem, im unteren Bereich, Dammbohlen zu befestigen, die als Widerlager f\u00fcr die einzubringenden Sands\u00e4cke dienten. W\u00e4hrend einige Kameraden trockenen Fu\u00dfes arbeiten konnten, war der andere Teil, mit Wathosen und Schwimmwesten ausger\u00fcstet, auf dem \u00fcberschwemmten Uferbereich t\u00e4tig.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium\" style=\"border: 4px solid #D8D8D8;\" src=\"https:\/\/farm5.staticflickr.com\/4598\/24709620467_303107e135_n.jpg\" width=\"320\" height=\"240\" \/>Da eine gr\u00f6\u00dfere Anzahl an Sands\u00e4cken verbaut werden musste, suchte man nach einem einfachen Weg, diese vom LKW zur Garage zu bekommen. Nachdem man anfangs noch die S\u00e4cke \u00fcber das Grundst\u00fcck ans Ufer trug, fand man kurze Zeit sp\u00e4ter eine optimale M\u00f6glichkeit. Der LKW wurde direkt neben der Br\u00fccke am Ufer abgestellt und man nutze ein Schlauchboot um die mehreren 100 Sands\u00e4cke deutlich bequemer vor die Garage zu bekommen. Zeitweise kam auch ein herrenloser Einkaufswagen zum Einsatz.<\/p>\n<p>Nachdem die Bauma\u00dfnahmen grob abgeschlossen waren, brachte man mehrere Tauchpumpen zum Einsatz, die dass in der Garage stehende Wasser wieder heraus pumpten. Erst jetzt konnten die Fachleute des ADAC mit dem Aufbocken des Fahrzeuges beginnen. Hierdurch konnten weitere 14 Zentimeter H\u00f6he hinzugewonnen werden.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium alignright\" style=\"border: 4px solid #D8D8D8;\" src=\"https:\/\/farm5.staticflickr.com\/4589\/39547755642_6bdd09c4a4_n.jpg\" width=\"320\" height=\"240\" \/>Im Verlauf des Nachmittags musste der aufgebaute Sandsackwall noch einmal ausgebaut werden, da durch den enormen Wasserdruck auf der Au\u00dfenseite weiterhin Wasser nachstr\u00f6mte. Am fr\u00fchen Abend war man so weit, dass der Wassernachlauf insoweit reduziert war, dass die installierten Pumpen ein wiedervolllaufen der Doppelgarage verhinderten. Die Feuerwehr begann mit dem R\u00fcckbau der nicht mehr ben\u00f6tigten Materialien und konnte gegen 18:30 Uhr gr\u00f6\u00dftenteils abr\u00fccken. Bis um 21:30 Uhr waren noch zwei Kameraden vor Ort geblieben, um das f\u00fcr die Stromerzeugung laufende Aggregat zu beaufsichtigen und die Wirksamkeiten der Ma\u00dfnahmen des Mittags im Auge zu behalten.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium\" style=\"border: 4px solid #D8D8D8;\" src=\"https:\/\/farm5.staticflickr.com\/4597\/39547758452_98b178e9a2_n.jpg\" width=\"240\" height=\"320\" \/>Aufgrund des guten Sandsackaufbaus konnte am sp\u00e4ten Abend weiteres Material zur\u00fcckgebaut werden und dem Eigent\u00fcmer, der im Laufe des Tages vorzeitig aus seinem Urlaub zur\u00fcckkehrte, die Einsatzstelle \u00fcbergeben werden. Er sorgte in Eigenregie daf\u00fcr, die zur\u00fcckgebliebene Pumpe, je nach Bedarf, die Nacht \u00fcber hinzuzuschalten.<\/p>\n<p>Am Montagmorgen konnte durch eine kleine Mannschaft der Kostheimer Feuerwehr dann auch das an der Einsatzstelle verbliebene Material bis auf die Sands\u00e4cke sowie eine Pumpe abgebaut werden. Der R\u00fcckbau und R\u00fccktransport auf die Feuerwache 2 nahm noch einmal gut zwei Stunden in Anspruch.<\/p>\n<p>Mittlerweile hat das Hochwasser seinen H\u00f6hepunkt mit einem maximalen Wasserstand am Pegel Mainz mit 6,39 Metern erreicht. Ab dem Montagnachmittag wird mit dem Abfallen des Wasserstandes gerechnet. Bis der Eigent\u00fcmer wieder ohne nasse F\u00fc\u00dfe zu bekommen an seine Garage gelangt d\u00fcrften noch ein bis zwei Tage verstreichen.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend des Einsatzes am Sonntag war die Hauptstra\u00dfe im Bereich zwischen Mainbr\u00fccke und Rosengasse zeitweise voll gesperrt. Die Busse sowie der Individualverkehr mussten durch die Polizei umgeleitet werden. Der Wendepunkt f\u00fcr die \u00fcblicher Weise in Kostheim endenden Linien 56 und 33 konnten nicht angefahren werden. Dieser wurde kurzerhand \u00fcber den Main nach Gustavsburg verlegt.<\/p>\n<p>[FAGP id=4166]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>07. Januar 2018 &#8211; 11:28 Uhr Hauptstra\u00dfe FF-Einheit Einsatz 06 \/ 07 &#8211; 2018 Einen Einsatz der nicht allt\u00e4glichen Art, hatte die Kostheimer Feuerwehr am Sonntag zu bew\u00e4ltigen. Als sie gegen 11:30 Uhr alarmiert wurden, war f\u00fcr alle noch nicht absehbar, dass sich die Arbeiten den ganzen Tag \u00fcber hinziehen w\u00fcrden. 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