{"id":98,"date":"2011-05-15T14:49:34","date_gmt":"2011-05-15T14:49:34","guid":{"rendered":"http:\/\/www.feuerwehrkostheim.de\/ffk\/?page_id=98"},"modified":"2018-06-02T14:12:26","modified_gmt":"2018-06-02T13:12:26","slug":"98-2","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.feuerwehrkostheim.de\/?page_id=98","title":{"rendered":"2. Gro\u00dfbrand Fa. Linde 1971"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: center;\"><em>Zweiter Gro\u00dfbrand bei der Fa. Linde<\/em><br \/>\n<em>Haushaltsm\u00f6bel AG in Kostheim<\/em><br \/>\n<em>26. Januar 1971<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Noch sind die Bergungstrupps und Brandwachen an der Brandstelle. Am Dienstag, morgens um 5.00 Uhr, bei einem starken, b\u00f6igen Sturm mit Wind st\u00e4rken von 5 bis 6, hat sich durch in nicht zug\u00e4ngliche Teile des Lagerhochhaus mit Eckt\u00fcrmen von etwa 40 Meter H\u00f6he durch Brandnester ein Brand entwickelt. Wegen akuter Einsturzgefahr k\u00f6nnen die L\u00f6schtrupps nicht gegen den Brand vorgehen. Es wird sofort Katastrophenalarm gegeben.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" title=\"Chronik 6\" src=\"http:\/\/www.feuerwehrkostheim.de\/wp-content\/bilder\/chronik\/chronik_6.png\" alt=\"\" width=\"320\" height=\"240\" \/><\/p>\n<p>Eine \u00fcber das ganze Rhein-Main-Gebiet sichtbare Rauchwolke und Feuerschein stehen \u00fcber dem Werk. Gegen 5.15 Uhr st\u00fcrzt die Au\u00dfenmauer des Hochhauses ein. Es besteht Explosionsgefahr, da in dem Geb\u00e4ude etwa 25.000 Liter hochexplosive Nitrolackverd\u00fcnnung, 80.000 Liter Benzin und 30.000 Liter hochexplosive K\u00fchlfl\u00fcssigkeit lagern. Dazu mehrere tausend Liter Nitrolacke. Ein ganzer Stadtteil ist in Gefahr. Die Hessische Landespolizei, mit etwa 200 Mann, sperrt die ganze Umgebung ab. Der Bahnverkehr der Linie Wiesbaden &#8211; Frankfurt\/M. wird zeitweise umgeleitet und die Bundesstra\u00dfe g\u00e4nzlich abgesperrt. Die Maaraue wird von Zuschauern ger\u00e4umt. Angrenzende Wohn- und Fabrikgeb\u00e4ude werden von Arbeitern und Bewohnern ger\u00e4umt und diese evakuiert. In Schulen und der Go\u00dfner-Mission in Mz.-Kastel werden die Leute untergebracht und von den Hilfsorganisationen DRK, ASB, Malteser-Hilfsdienst und Johanniter-Orden betreut. Die Berufsfeuerwehren von Wiesbaden, Mainz und Frankfurt\/M., Werkfeuerwehren aus dem Gebiet sowie alle Freiwilligen Feuerwehren des Stadtkreises Wiesbaden und eine Anzahl Wehren aus dem Rhein-Main-Gebiet sind im Einsatz und weitere in Bereitschaft. DRK, ASB, Malteser- und Johanniter Hilfsdienste. Medomobile, Klinomobil. Fernmeldefahrzeug, Hilfsfahrzeuge und Sanit\u00e4tspersonal in ausreichender Menge sind in Bereitschaft. Ein Funkenregen von gl\u00fchenden und brennenden Kunststoffteilen und Verpackungsmaterial fliegt hunderte von Metern \u00fcber die Bundesstra\u00dfe, den G\u00fcckelsberg, die Siedlung sogar \u00fcber die Hochheimer Stra\u00dfe. Es besteht die Gefahr, da\u00df durch diese neue Br\u00e4nde verursacht werden. Der Landesbranddirektor von Hessen, Herr Achilles, \u00fcbernimmt die Gesamtleitung am Brandort und leitet den Einsatz zeitweise \u00fcber einen Hubschrauber der Hessischen Landespolizei. Auf einem nahe gelegenen Parkplatz der Firma Linde wird ein Hubschrauberlandeplatz errichtet. Um an das Feuer heranzukommen werden Wasserkanonen, mech. B\u00fchnen und vom Flo\u00dfhafen Feuerl\u00f6schboote der BFW Frankfurt\/M. und Mainz eingesetzt. Alle verf\u00fcgbaren Tankl\u00f6schfahrzeuge aus dem Rhein-Main-Gebiet werden herangezogen. Wieder wird Wasser \u00fcber lange Wegstrecken bis \u00fcber 1500 m vom Main \u00fcber die Kostheimer Landstra\u00dfe mittels zwischengeschalteter Feuerl\u00f6schpumpen herangeholt. Wohnh\u00e4user, Fabrikgeb\u00e4ude und Lager, S\u00e4gewerke mit Holzlagerpl\u00e4tzen und eine Tankstelle werden mit L\u00f6schwasser bespr\u00fcht. Immer wieder m\u00fcssen durch Funkenflug sich bildende Brandnester abgel\u00f6scht und beseitigt werden. Die an der Brandstelle eingesetzten L\u00f6schtrupps m\u00fcssen immer wieder wegen einst\u00fcrzenden Mauerteilen usw. zur\u00fcckgehen. Im Raum Kostheim und Siedlung stehen L\u00f6schfahrzeuge mit ihren L\u00f6schgruppen f\u00fcr evtl. durch Funkenflug entstehende Br\u00e4nde einsatzbereit. Zur eventuell erforderlichen Evakuierung von Personen stehen Omnibusse bereit. Ein gut ausger\u00fcsteter Kommandowagen der BFW Frankfurt\/M. gew\u00e4hrt der Brandstellenleitung eine einwandfreie Kommando- und Nachrichten\u00fcbermittlung. Als gegen 17.00 Uhr endlich der Brand unter Kontrolle ist, k\u00f6nnen die Bewohner des G\u00fcckelsberg usw. in ihre Wohnungen zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Die Aufr\u00e4umungs- und L\u00f6scharbeiten werden fortgesetzt. Ein gro\u00dfer Teil der Hilfskr\u00e4fte kann abgezogen werden. Ein durch den Brand bauf\u00e4llig gewordener etwa 40 Meter hoher Eckturm des Lagerhochhauses wird am 2. Februar 1971 von der BFW Wiesbaden gesprengt. Das letzte L\u00f6schfahrzeug wird erst am 5. Februar 1971 von der Brandstelle abgezogen. Am Montag, den 1. Februar 1971 fand in der Hauptfeuerwache in Wiesbaden unter gro\u00dfer Anteilnahme der Bev\u00f6lkerung, Vertretern der Landesregierung, der St\u00e4dte Wiesbaden und Mainz, dem Werk Linde AG, Abordnungen von Feuerwehren aus dem gesamten Bundesgebiet, allen Feuerwehren Wiesbadens und Mainz eine ergreifende Trauerfeier f\u00fcr die drei Todesopfer des ersten Brandes vom 24. Januar 1971 statt. Der Pr\u00e4sident des Deutschen Feuerwehrverbandes nahm an der Trauerfeier teil. Albert B\u00fcrger\/Rottweil und andere berufene Pers\u00f6nlichkeiten gedachten in Ansprachen den Opfern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zweiter Gro\u00dfbrand bei der Fa. Linde Haushaltsm\u00f6bel AG in Kostheim 26. Januar 1971 Noch sind die Bergungstrupps und Brandwachen an der Brandstelle. 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