Undichte Spundwand in der Rosengasse

Einsatz-Logoab 15. Januar 2011 – 10:15 Uhr
Rosengasse
Einzelfahrzeugalarmierung
Einsatz 04 – 2011

Undichte Spundwand Rosengasse - 15.01.11 Im Zuge des im Laufe des Samstages weiter ansteigenden Wasserstandes, meldete sich eine besorgte Bürgerin bei der Wiesbadener Leitstelle und meldete ein Leck in einer in der Rosengasse aufgestellten Spundwand. Zusammen mit einem Kameraden der FF besichtigte der Diensthabende ELD die Einsatzstelle. Das Wasser stand schon mehrere Zentimeter hoch auf der sonst trockenen Seite der Spundwand. Ein Gastronom, dessen Seiteneingang von dem steigenden Wasser nicht mehr weit entfernt war, hatte schon eine Tauchpumpe in Stellung gebracht.

Undichte Spundwand Rosengasse - 15.01.11 Man beschloss gemeinsam, das Wasser abzupumpen und nach einer undichten Stelle in der Wand zu suchen. Die Einsatzstelle sollte von der Kostheimer Wehr abgearbeitet werden. Ohne eine groß angelegte Alarmierung, sondern durch zusammentrommeln einer Löschfahrzeugbesatzung per Telefon, begann man zuerst das Wasser abzupumpen. Schnell wurden die leicht undichten Stellen – jeweils im unteren Bereich an den Wandanschlüssen – gefunden. Nach Rücksprache mit dem zuständigen Lagedienst, wurde ein GW-N von der Feuerwache 2 geholt, mit dem etwa 75 nicht mehr benötigte Sandsäcke vom Pfandlochweg in die Rosengasse transportiert wurden. Die Säcke wurden in den beiden Ecken, wo sich das Wasser seinen Weg durch die Wand suchte verbaut.

Undichte Spundwand Rosengasse - 15.01.11 Da ein kompletten Absichten mit den Sandsäcken nicht erreicht wurde, erfolgt auch ein an dieser Einsatzstelle eine turnusmäßige Kontrolle, anfangs unabhängig und in kürzeren Abständen als die Deichkontrollen. Zusätzlich zu der gemeinsamen Kontrolle mit dem Deich um 21 Uhr, wurde die Rosengasse noch um 17 Uhr und um 1 Uhr in der Nacht zum Sonntag kontrolliert. Ein Abpumpen durch die Feuerwehr war bei allen Kontrollen nicht nötig gewesen, da die privat installierte Pumpe die gering durchtretenden Wassermengen ohne Probleme wegpumpen konnte.

An dieser Stelle sei noch einmal angemerkt, dass es speziell in diesem Bereich der Hauptstrasse während der gesamten Einsatztätigkeit immer wieder zu Problemen mit abgestellten Fahrzeugen gekommen war. Der Kostheimer Feuerwehr ist bewußt, dass durch das Hochwasser eine Vielzahl von Parkplätzen am Mainufer wegfallen, jedoch sollte sich jeder Fahrzeugführer genau überlegen, wo er stattdessen sein PKW abstellt – OHNE anrückende Einsatzkräfte zu behindern. Einige direkt darauf angesprochene Mitbürger reagierten mit absoluter Uneinsichtigkeit! Bei einem Wasserschaden ist nicht unbedingt die größte Eile geboten, trotzdem müssen gewisse Zufahrten frei gehalten die ohnehin bestehenden Parkverbote eingehalten werden. Im Brandeinsatz sind dies die entscheidenden Sekunden, die hoffentlich nie fehlen werden, ein Menschenleben zu retten!

Vielen Dank an Wiesbaden112, für die zur Verfügungstellung von Bildmaterial.

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