90´er Jahre

Freude und schreckliches Leid erlebte die Kostheimer Feuerwehr 1990. Erst konnten die Wehrmänner nicht verhindern, daß zwei kleine Jungen in den Flammen eines brennenden Holzhauses ums Leben kamen. Dann traf sie der Tod zweier jungen aktiven Kameraden innerhalb kurzer Zeit.

Das Mitglied H.J. Bott wurde von der Stadt Wiesbaden mit der Bürgermedallie in Bronze und dem Ehrenbrief des Landes Hessen für seine Verdienste aus-gezeichnet

”Allzeit selbstlos treu und hilfsbereit” steht auf der neuen Vereinsstandarte die 1991 in der St. Kiliankirche unter großer Anteilnahme der Kostheimer Bevölkerung sowie der Ortsvereine geweiht wurde

Eine besondere Entscheidung in Sachen Brandschutz – Erziehung fällte die Wehrführung. In Zukunft sollten an Kindergärten und Schulen Unterweisungen im Umgang mit Feuer und Hinweise auf Brandgefahren vermittelt werden. Weit über tausend Kinder und Jugendliche wurden inzwischen von der Kostheimer Feuerwehr unterwiesen

Schwarze Rauchsäulen standen über Kostheim. Nicht die ursprünglich für diesen Tag von der Betriebsfeuerwehr geplante Gemeinschaftsübung trieb die Bevölkerung an das Gelände der Fa. Apura, sondern ein Großbrand. Eine Halle mit Papierrollen war in Brand geraten. Wieder war ein Großeinsatz der freiwilligen und der Berufsfeuerwehr von Wiesbaden erforderlich.

Besonderer Einsätze in 1993. Schwerer Verkehrsunfall auf der B 40. Die Kostheimer Wehr sicherte die Landung des Rettungshubschrauber.
Eine Frau hatte sich auf einen Feldweg in ihrem Auto mit Benzin übergossen und selbst angezündet. Für sie kam jede Hilfe zu spät.

Im November 1993 wurde ein Baukran am Feuerwehrhaus aufgestellt. Nach 37 Jahren erhielt das Feuerwehrgerätehaus einen Erweiterungsbau, in dem auch Sozialräume für aktiven Frauen und Mädchen geplant wurden. Eine Heizung in der Fahrzeughalle sowie neue isolierende Hallentore wurden ebenfalls eingebaut.

Im Mai 1995 konnte die Feuerwehr offiziell das Gerätehaus der Öffentlichkeit vorstellen. Die aktiven der Wehr hatten unzählige Stunden zur Renovierung beigetragen. Zum anschließenden Tag der offenen Tür konnte sich die Bevölkerung einen Eindruck von der Arbeit der Arbeit machen. Eine Bilddokumentation über verschiedene Einsätze machte dies deutlich.
Wieder Hochwasser an Rhein und Main. Die Kostheimer Wehr hält drei Tage rund um die Uhr Dammwache und sichert eine Schwachstelle mit Sandsäcken.

Im Frühjahr 1996 brannten innerhalb kürzer Zeit zwei große Strohhaufen nieder und mussten in Handarbeit von der Feuerwehr abgetragen werden. Auf der Maaraue brennen im Juni erst mehrere Tonnen gefällter Baumstämme und kurze Zeit später ein Luxus – Wohnmobil. Im September übte die Wehr erstmals zwei Tage lang außerhalb der Stadtgrenze von Wiesbaden im Landkreis Mainz – Bingen. Noch vor Beginn der Übung rückte die Feuerwehr Kostheim zu einem Lagerhallenbrand bei der Fa. Apura aus.
Zum besseren Schutz vor der starken Hitze beim Löscheinsatz erhielt die Wehr die ersten acht Feuerschutzanzüge.

1997 beschaffte die Wehr dann für alle Mitglieder der Einsatzabteilung die noch fehlende Feuerschutzkleidung. Gleich zweimal innerhalb weniger Wochen unterstützte die Kostheimer Feuerwehr bei Bränden auf dem US-Gelände in Kastel.
Während einer zweitägige Katastrophenschutz-Übung übernachtete die Wehr im September 1997 auf dem Hof der Feuerwache Bensheim im hessischen Ried. Mit einem Motorradkorso von Feuerwehrleuten begleitenden die aktiven ihr Feuerwehrbrautpaar zur Kirche. Die Vereinsfahne aus dem Jahre 1899 wurde dem Heimatverein Kostheim übergeben, wo sie künftig in einem extra hergerichteten Fahnenraum dem Publikum zugänglich sein wird.

Die 3.Katastrophenschutzübung Im August 1998 führte die Feuerwehr Kostheim nach Aschaffenburg am Main.

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