Arbeitsintensives 2017 geht – Kostheimer Wehr geht gut gerüstet ins neue Jahr

Für die Kostheimer Feuerwehr geht mit 2017 ein äußerst arbeits- sowie abwechslungsreiches Jahr zu Ende. Nicht nur die Einsatzzahlen sind im Vergleich zu 2016 gestiegen, auch die unterjährigen Veranstaltungen und Aufgaben ließen kaum Luft zum Verschnaufen.

Hohes Einsatzaufkommen
Während im Vorjahr insgesamt 90 Einsätze zu absolvieren waren, erreichte man im Jahr 2017 diese Anzahl bereits Mitte September. Bis zum Jahresende standen letztendlich insgesamt 109 Alarmierungen zu Buche. Statistisch war der Juni mit 21 Einsätzen der einsatzstärkste Monat, der Oktober mit gerade mal 3 Einsätzen der schwächste.

Neben der Vielzahl an Bränden auf dem ehemaligen Werksgelände der Firma Linde (9) lag in diesem Jahr erneut ein Einsatzschwerpunkt im Bereich der brennenden Müllbehälter. Über das Jahr verteilt musste die Wehr zu insgesamt 14 Mülltonnenbränden ausrücken. Hierbei sticht besonders die Serie von brennenden Mülltonnen im April heraus, wobei es zu insgesamt sechs Bränden im Bereich des gleichen Sammelplatzes eines Mehrfamilienhauses im Römerfeld kam. Letztendlich konnte diese Serie von Brandstiftungen durch den Überwachungseinsatz der Polizei beendet werden – diese ertappte den Brandstifter auf frischer Tat und nahm ihn fest. Besonders ärgerlich war diese Einsatzserie für eine Kostheimer Kameradin – sie verletzte sich bei einem dieser Brandstiftungen so schwer am Knie, dass sie bis ins neue Jahr hinein noch immer in ärztlicher Behandlung und zudem noch arbeitsunfähig sein wird.

Doch neben der Vielzahl an Kleinbränden waren die Kameraden auch durch größere Brandeinsätze gefordert. Schon im Januar ereignete sich in der Eichenstraße ein Wohnungsbrand, bei dem glücklicher Weise die körperlich eingeschränkten Bewohner zum Zeitpunkt des Feuers nicht zu Hause weilten. Die in der Brandwohnung lebenden Katzen konnten durch die Feuerwehr gerettet werden.

Zur Jahresmitte (18. Juni) ereignete sich ein folgenschwerer Gebäudebrand in der Kasteler Boelckestraße, wohin die Kostheimer Wehr als Unterstützungseinheit hinzualarmiert wurde. Der erste Stock sowie das Dachgeschoss standen bei Eintreffen der Feuerwehr in Vollbrand. Trotz des ungeheuren Ausmaßes konnten sich alle Bewohner rechtzeitig ins Freie retten – niemand wurde verletzt.

Ende Oktober kam es in der Floßhafenstraße ebenfalls zu einem größeren Feuer. Ein zwischen zwei Einfamilienhäusern befindlicher Carport ging in Flammen aus. Der Brand griff auf die Fassaden der angrenzenden Häuser sowie eines der Dachgeschosse über. Durch das schnelle Handeln der Nachbarn – sie retteten noch vor Eintreffen der Feuerwehr zwei Bewohner über die Fenster aus deren Haus – mussten auch bei diesem Brand keine Verletzten beklagt werden und es blieb lediglich bei einem hohen Sachschaden.

Im Rahmen der übrigen Einsätze wären noch die überschaubaren Alarmierungen zu Wachbesetzungen (3) und die erfreulich geringe Anzahl an Unterstützungseinsätzen im Papierwerk zu nennen (4). Auffallend häufig war angebranntes Kochgut in diesem Jahr ursächlich für die Alarmierung der Kostheimer Feuerwehr (9). Eine über das Wiesbadener Stadtgebiet ziehende Unwetterfront sorgte am 1. August für insgesamt drei Einsätzen mit über 12 Arbeitsstunden.

Obwohl man schon alleine durch die Anzahl der Einsätze zu Land genug gefordert war, musste auch 2017 zu insgesamt 21 Bootseinsätzen ausgerückt werden. Hierbei lag der Schwerpunkt im Auffinden und Retten von Personen, die mehr oder weniger freiwillig bzw. unfreiwillig in die anliegenden Flüsse gelangten. Dabei konnte bei einer Suchaktion im Juni unverhofft eine Gummipuppe aus dem Wasser „gerettet“ wurde.

Gute Ausbildung unerlässlich
Um den umfangreichen Anforderungen, die Einsätze mit sich bringen, gewachsen zu sein, bedarf es auch einer gut strukturierten und abwechslungsreichen Ausbildung. Neben den im zwei Wochen Rhythmus stattfindenden Übungsdiensten, standen im Jahr 2017 auch diverse Großübungen – auch mit anderen Wehren – auf dem Plan. Durch den glücklichen Umstand, dass ein Gebäudekomplex in der Zelterstraße zum Abriss vorgesehen war, waren die Kostheimer Kameraden in Lage, selbst eine anspruchsvolle Übung mit Gästen anderer Stadtteilwehren sowie der IuK-Gruppe zu absolvieren. Zuvor war man selbst schon eingeladen, bei einer größeren Übung im Dotzheimer Simeonshaus teilzunehmen.

Volles Programm auch ohne Einsätze
Dass sich die Kameraden ungeachtet der nicht planbaren Einsätze für das Jahr 2017 viel vorgenommen hatten, wird deutlich, wenn man den Blick auf die sonstigen Veranstaltungen in diesem Jahr wirft. Mit dem Ausrichten des eigenen Tages der offenen Tür war man rund um den Vatertag beschäftigt. Dass der Tag erneut als Erfolg verbucht werden konnte, lag nicht nur an der akribischen Vorplanung, sondern auch an dem Bilderbuchwetter, das den ganzen Feiertag über die Gäste zum Gerätehaus lockte. Im September unterstütze man den Tag der offenen Tür der Feuerwehr Wiesbaden auf der Feuerwache 2 traditionsgemäß mit einem Grillstand. Beim Jubilarenabend im November, bei dem fast die komplette Einsatzabteilung vertreten war, galt es, die erbrachten Leistungen in Form von Ausbildung und Einsatztätigkeit zu ehren. Zahlreiche Beförderungen und Ehrungen standen auf dem Programm. Der Abend zeigte deutlich, dass die Einsatzabteilung der Kostheimer Feuerwehr auf einem gesunden Fundament steht.

Lehrsaal wird komplett umgebaut
Als weiteres und zudem zeitintensives Unterfangen, darf in einem Jahresrückblich auch der Umbau des in die Jahre gekommenen Lehrsaales nicht unerwähnt bleiben. Nach dem Sommer wurde in unzähligen Stunden Eigenleistung der zum Unterricht und Aufenthalt genutzte Lehrsaal komplett entkernt und neu renoviert. Während die Decke sowie die neuen Heizkörper durch Fachfirmen installiert wurden, erfolgte das Entkernen, die Neuverkabelung und die übrigen Renovierungsarbeiten in eigener Regie. Für das neue Jahr steht letztlich nur noch das Neuverlegen des Fußbodens an.

Starke Wehr – dank guter Jugendarbeit
Bei all dem, was es in diesem Jahr alles zu bewältigen gab, hat sich gezeigt, dass die Kostheimer Feuerwehr auf eine schlagfertige Truppe zurückgreifen kann. Dass eine gute Nachwuchsarbeit hierbei eine Schlüsselrolle spielt, wird daran deutlich, dass alleine in den letzten zwei Jahren sieben Mitglieder der Jugendfeuerwehr in die Einsatzabteilung übergetreten sind. Auch für die kommenden Jahre zeigt sich eine vielversprechende Mitgliederentwicklung in der Jugendfeuerwehr und bei den Bambinis.
Auch wenn das Jahr 2017 kräftemäßig ganz schön anstrengend war, stellt sich die Feuerwehr Kostheim auch im neuen Jahr wieder den planbaren und unplanbaren Herausforderungen. Getreu dem Motto „Einer für alle – Alle für einen“ stellt sich diese starke Truppe auch im neuen Jahr in den Dienst der Bürger.

Wir wünschen allen viel Glück und Gesundheit
sowie einen guten Start ins neue Jahr.

Ihre
FEUERWEHR KOSTHEIM

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